Mit Ladesäulen extrem unterversorgt

In ganz Ritterhude gibt es fünf öffentlich zugängliche Ladesäulen. Davon nur eine Schnellladesäule. Jetzt stellt die SPD einen Antrag, dass die Verwaltung moderieren möge, wie mehr Ladesäulen in Ritterhude entwickelt werden könnten. Diesen Antrag hatten wir, die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in ähnlicher Form bereits 2017 in den Rat eingebracht.

Unseren Antrag von damals kann man hier nachlesen: Antrag auf Klärung der Ladeinfrastruktur in der Gemeinde

Damals hieß es wortwörtlich vom damaligen Fraktionsvorsitzenden der SPD „….. die Verantwortlichkeit für die Errichtung von Ladesäulen (liegt) nicht in der Verwaltung. Aus seiner Sicht sei zurzeit noch nicht klar, ob der Ausbau der E-Mobilität der richtige Weg für die Zukunft sei. Die anderen Fraktionen äußerten sich in ähnlicher Weise.

In Folge dieser Argumentationen wurde der Antrag zurückgezogen, denn es war klar, dass eine Beschlussfassung nur negativ enden konnte. Heute bringt die SPD den nahezu gleichen Antrag ein und versucht damit zu glänzen. Und natürlich haben wir dem Antrag zugestimmt, denn was damals richtig gewesen wäre ist auch heute noch richtig. Nur ist es heute vier Jahre zu spät. Mit ganzen vier Ladesäulen ist Ritterhude extrem unterversorgt.

Nur für Unwissende war damals das Offensichtliche nicht erkennbar. Schon 2017 hatte Wolfgang Goltsche darauf hingewiesen, dass sich die Entwicklung des E-Fahrzeugmarktes entlang einer Exponentialfunktion bewegt. Heute können wir festhalten, dass diese Prognose vollkommen richtig war. Dies zeigt die Grafik sehr eindrücklich. Die Zahlen bis 2020 in der Grafik sind Ist-Werte, die Zahle für 2021 eine Prognose. Die zweite Grafik zeigt die Entwicklung pro Jahr und Monat beginnend mit dem Jahr 2012.

Politik hat die Aufgabe zu handeln, und zwar bevor es zu spät ist. Hier jetzt eine weitere Diskussionsrunde einzuberufen, vernebelt nur die Notwendigkeit des Handelns.

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