Am 11. Mai luden die GRÜNEN Ritterhude zum Film „Das Gewicht der Welt“ ein – mit Dr. Maria Hörhold, Glaziologin vom Alfred-Wegener-Institut.
Es war ein interessanter und bewegender Abend am 11. Mai im gut besuchten Kino in Ritterhude. Der Ortsverband Ritterhude von Bündnis90/Die Grünen zeigte den Film „Das Gewicht der Welt“ und hatte dafür Frau Dr. Maria Hörhold vom Alfred-Wegener-Institut, eine der Protagonist:innen, zu Gast. Der Sprecher des Ortsverbandes, André Hilbers, stellte die Glaziologin in Form eines Interviews vor und die interessierten Bürgerinnen und Bürger erhielten eine Einführung in den Film.
Der grüne Landratskandidat und Bürgermeister der Nachbargemeinde Lilienthal, Kim Fürwentsches, stellte in seinem Grußwort zudem eine Verbindung her zwischen dem Thema des Films, der globalen Erwärmung, und den Folgen für unser Leben hier vor Ort. Starkregenereignisse wie jenes, das Ende 2023 unter anderem in Lilienthal zu einer verheerenden Überschwemmung führte, werden eben keine Jahrhundertereignisse bleiben, sondern sie werden sich aufgrund der Wetterveränderungen in immer kürzeren Abständen wiederholen und uns vor enorme Herausforderungen stellen.
André Hilbers, Mitglied in Gemeinderat und Kreistag, stellte daraufhin dar, welche Maßnahmen auch auf kommunaler Ebene getroffen werden müssen und welche schon getroffen wurden, um die Entwicklung zu bremsen bzw. mit ihren Folgen umzugehen.
Dann folgte die Vorführung des Films, der sehr persönlich, sehr tiefgründig und sehr eindringlich eine klare Botschaft vermittelt: wie müssen dringend handeln – wenn es nicht schon zu spät ist! Drei Wissenschaftler:innen unterschiedlicher Fachrichtungen werden 2 Jahre lang begleitet bei ihrer Arbeit, in ihrem Leben und bei ihrem Umgang damit, dass sie durch Ihre beruflichen Erkenntnisse feststellen, dass die Welt aus den Fugen gerät, aber trotz dieses Wissens nicht die erforderlichen Maßnahmen ergriffen werden – ein Wechselspiel zwischen Resignation und Aktivismus. „Die das Privileg haben zu wissen, haben die Pflicht zu handeln“ (Albert Einstein) – so steht es auf dem Filmplakat. Die Bürde, die das mit sich bringt und die Zerrissenheit derjenigen, die sie tragen, wird dabei sehr deutlich.
Nach Überwinden der Stille im Saal während des Abspanns stand Frau Dr. Hörhold noch für Fragen des Publikums zur Verfügung, was sehr rege genutzt wurde. Anschließend machten sich alle, vermutlich mit sehr gemischten Gefühlen, auf den Heimweg. Wen dieser Film nicht wachrüttelt, dem ist nicht mehr zu helfen.
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