Wer will hier Zukunft lebenswert gestalten?

Wolfgang Hödrich
Fraktionsvorsitzender

Oft, wenn ich den Briefkasten öffne, fällt mir nicht nur wichtige Post, sondern auch Reklame in die Hände. Heute jedoch fiel mir besonders ein buntes Heft auf: „Wahlprogramm 2021“ von der SPD. Ein buntes Bild mit Ortsschildern und dem Motto „ZUKUNFT LEBENSWERT GESTALTEN“. Mein erster Eindruck war, das gilt nur für Ritterhude und vielleicht noch für Lesumstotel. Alle anderen Ortsteile sind mit zunehmender Dunkelheit der Ortsschilder eben nicht mehr im Fokus*1.

Was bedeutet nun „ZUKUNFT LEBENSWERT GESTALTEN“??? Verstehe ich das richtig: Nach 40 Jahren SPD-Herrschaft in Ritterhude war das Leben bis heute nicht lebenswert – das ist eine klare Aussage. Warum sollte ich dann an die hochgesteckten Ziele im Wahlprogramm glauben?

Erst einmal zum Vorwort: Es heißt, „Unser Programm…… kostet viel Steuergeld. Wir werden damit verantwortungsbewusst umgehen …… nach der Wahl!“ Bisher war das somit anders.

Unter solide Finanzen lese ich: „Die SPD-Fraktion konnte erfolgreich auf den Abbau von Gemeindeschulden hinwirken“, — das ist eine glatte Lüge! Die SPD-Fraktion hat zwar dafür gesorgt, dass die Grundsteuern für die Ritterhuder Bürger in den letzten 7 Jahren vom Faktor 390 auf 640 und die Gewerbesteuer vom Faktor 375 auf 470 erhöht wurden, aber an den gleichzeitig immens steigenden Verwaltungsausgaben und manch sinnlose Projekte wurde nicht gerüttelt.

Die übrigen Themen vom „Gutem Klima“ bis zur „Besten Versorgung“ setzen sich aus modernen Schlagwörtern zusammen, die auch andere Parteien auf ihrem Plan haben oder die in naher Zukunft gar nicht ausführbar sind.

Mein Fazit: Das Geld für diese Wurfsendung hätte man sparen und für karikative Spenden verwenden können.  

*1 Wer sich das Bild nicht angesehen hat, hier die Erläuterung: Das Ortsschild „Ritterhude“ leuchtet hell und klar, die anderen Ortsschilder verblassen bis zur Dunkelheit in der Reihenfolge Lesumstotel, Werschenrege, Stendorf, Ihlpohl und Platjenwerbe.

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